Die Asenglaubensgemeinschaft ist eine religiöse Organisation fuer alle die an die Geister und Wesen des islaendisch-germanischen Volksglaubens sowie die Götter des germanischen Pantheons glauben.

Der Zweck dieser Organisation ist die altenTraditionen und Ueberlieferungen zu bewahren und unser kulturelles Erbe – den Alten Brauch - zu seiner frueheren Grösse zu verhelfen.

Die Gemeinschaft der Asenglaeubigen ist in Island eine gesetzlich anerkannte Religion.

Auslaender , die einer in Island anerkannten Religion beitreten wollen, muessen gemaess islaendischen Gesetzen aelter als 16 Jahre alt sein und ihren Wohnsitz in Island haben.

Unsere Adresse ist:

Ásatrúarfélagið
Síðumúli 15,
108 Reykjavík
Island
Tel.: (+354) 561 - 8633
E-mail: asatru@asatru.is

Fuer alle, die uns besuchen und sich ueber unsere Religion und Weltanschaung informieren wollen halten wir jeden Samstag von 14 bis 16 Uhr eine Versammlung ab, in der alle herzlich willkommen
sind.


Der Asenglaube
Der Asenglaube ist der urspruengliche Glaube der Islaender an die Götter der Germanen wie sie uns aus der nordischen Mythologie bekannt sind. Dieser Glaube ist nicht nur andie Verehrung des Göttergeschlechts der Asen gebunden, sondern er schliesst auch alle höheren Wesen der nordischen
Mythologie und des islaendischen Volksglaubens ein – wie die Schutzgott- heiten des Landes, Elfen, Wanen, Riesen und Zwerge. Viele Anhaenger des Asenglaubens sehen ihre Religion mehr als einen Lebensstil an und vertrauen eher auf ihre eigene Kraft und auf das Leben selbst.

Wir wissen wenig ueber die Praxis des Asenglaubens zur Wikingerzeit. Der heutige Glaube beruht auf der Aelteren Edda, dem Hávamál, der Völuspá; die Juengere Edda von Snorri Sturluson spielt auch eine grosse Rolle. Diese Schriften sind die einzigen Quellen des Asenglaubens – wenn es sie nicht gaebe, wuessten wir kaum etwas ueber das islaendische und germanische Heidentum.

Der Asenglaube ist eine tolerante Religion. Er heisst alle willkommen – gleichgueltig welcher Herkunft oder Hautfarbe. Er beruht auf den Tugenden der Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und der Achtung vor der Natur und allem Leben. Der Asenglaube legt grossen Wert darauf, dass wir im Einklang mit der Natur leben, denn alles was wir der Erde antun kommt auf uns und unsere Kinder zurueck.

Jeder Mensch traegt die Verantwortung fuer sein Leben und seine Handlungen. Das ist ein Grundprinzip des Asenglaubens. In unserer buergerlichen Gesellschaft steht es jedem Asenglaeubigen frei seinen Glauben nach seinen eigenen Vorstellungen auszuueben, solange er nicht damit gegen die Gesetze des Landes verstösst.

Die Geschichte der Asenglaubensgemeinschaft
Die Gemeinschaft der Asenglaeubigen wurde am ersten Sommertag des Jahres 1972 gegruendet.
Ein Jahr spaeter wurde der Asenglaube als Religion gesetzlich anerkannt. Zuerst hatte sie nur zwölf Mitglieder, heute sind Es weit ueber Tausend.(Island hat nur 300 000 Einwohner).
Die Priester des Asenglaubens sind die Goden und das Oberhaupt der Glaubensgemeinschaft und der Goden wird Hochgode genannt. Gemaess den islaendischen Gesetzen haben die Goden das Recht und die Pflicht Eheschliessungen, Namensgebungen und Beerdigungen vorzunehmen.
Sveinbjörn Beinteinsson war der erste Hochgode bis zu seinem Tod im Jahre 1993. Sein Nachfolger war Jörmundur Ingi Hansen und 2002 ueber- Nahm Jónina K. Bergdas Amt fuer ein Jahr, bis im Jahre 2003 Hilmar Örn Hilmarsson auf Thingvellir zum Hochgoden geweiht wurde. Er uebt das Amt Heute noch aus.

Die Rituale des Asenglaubens
Die Rituale des Asenglaubens werden auf Islaendisch “Blót” genannt. Urspruenglich hatte das Wort die Bedeutung: Staerkung der göttlichen Kraft. Gemaess den Regeln der Asenglaubensgemeinschaft werden im Jahr vier Hauptrituale gehalten und diese Rituale folgen der alten Zeitrechnung.


1. Der wichtigste Feiertag ist die Wintersonnwende – das uralte Fest in dem das Licht neu geboren wird.
2. Der erste Sommertag, der in Island ueber viele Jahrhunderte ein Nationalfeiertag war.(In der alten Zeitrechnung gibt es nur zwei Jahres-
zeiten: Sommer und Winter. Der erste Sommertag ist Ende April, der
erste Wintertag ein halbes Jahr spaeter)
3. Das Sommerritual wird am Donnerstag (Tag des Donars/Thors) in der zehnten Sommerwoche auf Thingvellir gehalten. An diesem Tag wurde hier bis in die Neuzeit die alljaehrliche Nationalversammlung
(das Allding) eröffnet
4. Der erste Wintertag.